Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 19. September 2026
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung des Dienstes Tempulo, betrieben durch den im Impressum genannten Anbieter (nachfolgend "Anbieter" genannt).
Tempulo ist eine Software für Terminplanung und Terminmanagement. Praxen führen damit Kalender, Klientenakten und Verordnungen; Patientinnen und Patienten buchen Termine auf der Buchungsseite der jeweiligen Praxis.
Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist, wer bei Abschluss des Vertrags in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Praxen schließen den Vertrag in der Regel als Unternehmer.
Vertragssprache ist Deutsch. Die englische Fassung dieser AGB ist eine Übersetzung zur Information; bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.
2. Leistungsgegenstand
Der Anbieter stellt den Nutzern eine Plattform zur Verfügung, auf der sie
- eine Praxis einrichten, Öffnungszeiten, Behandler, Räume und Leistungen pflegen,
- eine Buchungsseite und — soweit angeboten — ein einbettbares Widget betreiben,
- Termine, Serien, Warteliste, Erinnerungen und Verordnungen führen,
- Klientenakten und Nachrichten im Auftrag der Praxis speichern.
Der Dienst wird in einer zeitlich begrenzten Testphase und in kostenpflichtigen Tarifen (derzeit "Solo" und "Team") angeboten. Den Leistungsumfang der Testphase darf der Anbieter jederzeit ändern, erweitern oder einschränken, sofern dies für die Nutzer zumutbar ist. Änderungen an kostenpflichtigen Leistungen sind nur unter den Voraussetzungen des § 327r BGB und nach dem Verfahren in Ziffer 10 zulässig.
In der Testphase wird keine SMS versendet. Nach der Zahlung gelten die im Bestellvorgang genannten Kontingente; SMS über dem Inklusivkontingent werden gesondert abgerechnet.
Der Anbieter ist Softwarehersteller und erbringt ausdrücklich keine Rechts-, Steuer- oder Abrechnungsberatung. Tempulo rechnet nicht mit Kostenträgern ab und ersetzt kein Praxisverwaltungssystem. Die Nutzung der Funktionen (Impressum der Praxis, Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitung) ersetzt keine anwaltliche Prüfung. Der Anbieter gewährleistet die Konformität der technischen Infrastruktur (z. B. Serverstandort in der EU, Verzicht auf unzulässige Tracking-Cookies), nicht jedoch die rechtliche Zulässigkeit der von der Praxis individuell eingestellten Inhalte, Einwilligungen oder Geschäftsmodelle.
Soweit der Dienst Eingabefelder für rechtliche Pflichtangaben (z. B. Impressum, Datenschutzerklärung der Praxis) bereitstellt, obliegt die Prüfung der inhaltlichen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität allein der Praxis. Für Abmahnungen, Bußgelder oder Nachteile, die daraus resultieren, haftet der Anbieter nur nach Maßgabe von Ziffer 8.
Verarbeitet die Praxis über den Dienst personenbezogene Daten Dritter — etwa Termine, Akten oder Erinnerungen —, ist sie dafür datenschutzrechtlich Verantwortliche und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Für diese Verarbeitung gilt ergänzend der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO, der jedem Tarif ohne Aufpreis beiliegt und im Dashboard eingesehen werden kann. Konto-, Login- und Zahlungsdaten der Praxis selbst verarbeitet der Anbieter als Verantwortlicher; sie sind nicht Gegenstand des AVV.
3. Registrierung und Benutzerkonto
Für die Nutzung von Tempulo als Praxis ist eine Registrierung erforderlich. Der Nutzer verpflichtet sich, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Der Nutzungsvertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Registrierung bestätigt und das Konto freischaltet.
Mindestalter. Ein Praxis- oder Mitarbeiterkonto darf nur anlegen, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Für kostenpflichtige Tarife ist unbeschränkte Geschäftsfähigkeit erforderlich; Minderjährige dürfen ein kostenpflichtiges Abonnement nur mit Einwilligung der gesetzlichen Vertreter abschließen. Der Anbieter darf ein Konto schließen, wenn sich herausstellt, dass diese Voraussetzungen nicht vorliegen.
Patientinnen und Patienten können ohne Konto buchen. Ein optionales Patientenkonto unterliegt demselben Mindestalter von 16 Jahren.
Der Nutzer ist für die Sicherheit seines Zugangs (E-Mail, Gerät) selbst verantwortlich. Handlungen, die unter dem Account des Nutzers vorgenommen werden, werden dem Nutzer zugerechnet, es sei denn, er hat die Nutzung durch Dritten nicht zu vertreten. Wird dem Nutzer eine missbräuchliche Nutzung seines Zugangs bekannt, teilt er dies dem Anbieter unverzüglich mit.
4. Inhalte der Praxis und Verantwortlichkeit
Die Praxis behält alle Rechte an den von ihr eingestellten Inhalten. Durch das Einstellen gewährt sie dem Anbieter das nicht-exklusive, weltweite und gebührenfreie Recht, diese Inhalte zum Zweck der Bereitstellung des Dienstes zu speichern, zu vervielfältigen und der Buchungsseite zugänglich zu machen.
Die Praxis ist für die von ihr eingestellten Inhalte allein verantwortlich. Es ist untersagt, Inhalte einzustellen, die:
- gegen geltende Gesetze verstoßen,
- Urheber-, Marken- oder andere Schutzrechte Dritter verletzen,
- beleidigend, verleumderisch, rassistisch oder volksverhetzend sind,
- pornografisch sind oder Gewalt verherrlichen,
- Schadsoftware, Viren, Phishing-Seiten oder Tracking-Fallen enthalten oder auf solche verweisen,
- die Identität einer anderen Person, eines Unternehmens oder einer Behörde vortäuschen.
Der Anbieter führt keine allgemeine Überwachung der Inhalte durch; eine solche Pflicht besteht nach Art. 8 DSA und § 7 Abs. 2 DDG ausdrücklich nicht. Der Anbieter behält sich vor, Inhalte, die gegen diese AGB verstoßen, zu entfernen und den Zugang zu sperren.
4a. Melde- und Abhilfeverfahren
Jede Person kann rechtswidrige Inhalte unter [email protected] melden (Art. 16 DSA). Meldungen sollen die genaue URL, eine hinreichend begründete Erläuterung, warum der Inhalt rechtswidrig ist, Kontaktdaten sowie eine Erklärung enthalten, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind (Art. 16 Abs. 2 DSA).
Der Anbieter bestätigt den Eingang unverzüglich, prüft die Meldung und teilt dem Meldenden die Entscheidung mit. Wird eine Maßnahme gegen einen Nutzer ergriffen, erhält dieser eine Begründung nach Art. 17 DSA.
Entscheidungen über Meldungen trifft stets eine natürliche Person; sie werden nicht automatisiert getroffen.
Gegen eine Entscheidung können sowohl der betroffene Nutzer als auch der Meldende innerhalb von sechs Monaten unter [email protected] Widerspruch einlegen. Unabhängig davon steht der Rechtsweg offen.
5. Tarife, Preise und Zahlung
Preise. Es gelten die Preise, die im Bestellvorgang zum Zeitpunkt der Buchung angezeigt werden. Gegenüber Verbrauchern sind dies Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern verstehen sich die angegebenen Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer, soweit nicht anders ausgewiesen.
Testphase. Neue Praxen können den Dienst 30 Tage ohne Zahlungsmittel testen. Online-Buchung und Änderungen können nach Ablauf gesperrt werden, bis ein Tarif gewählt ist.
Abrechnung. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe Payments Europe, Ltd. Vollständige Zahlungsdaten speichert der Anbieter nicht; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Das Entgelt ist zu Beginn des jeweiligen Abrechnungszeitraums im Voraus fällig. Rechnungen stellt der Anbieter elektronisch bereit.
Verlängerung. Das Abonnement verlängert sich nach Ablauf des gebuchten Abrechnungszeitraums jeweils um denselben Zeitraum, wenn es nicht nach Ziffer 9 gekündigt wird.
Zahlungsverzug. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286, 288 BGB). Nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Fristsetzung darf der Anbieter die kostenpflichtigen Funktionen sperren.
Preisänderungen. Preisänderungen für laufende Abonnements teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Ziffer 10 gilt entsprechend; der Nutzer kann der Änderung insbesondere widersprechen und das Abonnement zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.
6. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden Belehrung zu. Wer den Vertrag als Unternehmer schließt, hat kein Widerrufsrecht.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
auronet GmbH, Labbéstr. 18, 41169 Mönchengladbach, Deutschland Telefon: +49 (2161) 29 89 221, E-Mail: [email protected]
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das untenstehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An auronet GmbH, Labbéstr. 18, 41169 Mönchengladbach, Deutschland, E-Mail: [email protected]
- Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
- Bestellt am (*)
- Name des/der Verbraucher(s)
- Anschrift des/der Verbraucher(s)
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
- Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
7. Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit des Dienstes. Eine Garantie für eine hundertprozentige Verfügbarkeit wird nicht übernommen; insbesondere Wartungsarbeiten, technische Störungen und Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters können zu Unterbrechungen führen. Planbare Wartungsarbeiten kündigt der Anbieter nach Möglichkeit vorab an und legt sie in nachfrageschwache Zeiten.
Die gesetzlichen Rechte des Nutzers bei nicht vertragsgemäßer Bereitstellung, insbesondere nach den §§ 327 ff. BGB, bleiben unberührt.
8. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt
- bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
- im Umfang einer übernommenen Garantie,
- nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Nutzers ist damit nicht verbunden. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
Reichweite der Aussage zur Datenresidenz. Soweit der Dienst mit Aussagen zu Hosting in der EU oder vergleichbaren Angaben beworben wird, beziehen sich diese auf die technische Datenverarbeitung durch den Anbieter selbst. Der Anbieter stellt insoweit sicher, dass
- Serverstandorte innerhalb der Europäischen Union oder in Ländern mit Angemessenheitsbeschluss genutzt werden,
- Praxis- und Patientendaten nicht an Dritte verkauft werden,
- zustimmungspflichtige Cookies (Non-Essential) nicht ohne vorherige Einwilligung des Endnutzers gesetzt werden.
Diese Aussagen sind eine Beschaffenheitsvereinbarung; eine Garantie im Rechtssinne ist damit nicht verbunden. Für die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der von der Praxis selbst eingerichteten Inhalte, Einwilligungen und Geschäftsmodelle bleibt die Praxis verantwortlich (Ziffern 2 und 4).
9. Laufzeit und Kündigung
Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit.
Kündigung durch den Nutzer. Der Nutzer kann den Vertrag über die Testphase jederzeit beenden, indem er sein Konto löscht. Ein kostenpflichtiges Abonnement kann er jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen; für den laufenden Zeitraum bereits gezahlte Entgelte werden in diesem Fall nicht anteilig erstattet. Die Kündigung ist möglich
- im Dashboard unter „Abo“ über das Verwaltungsportal,
- durch Löschung des Kontos unter „Einstellungen“, oder
- formlos in Textform an [email protected].
Über welchen dieser Wege die Kündigung erklärt wird, ist für ihre Wirksamkeit ohne Bedeutung.
Auch die Löschung des Kontos beendet ein laufendes Abonnement zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums; es verlängert sich danach nicht. Der Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen entfällt allerdings mit der Löschung. Wer die bezahlte Restlaufzeit noch nutzen möchte, kündigt daher zuerst nach Nummer 1 und löscht das Konto erst zum Ende des Abrechnungszeitraums.
Folgen der Kontolöschung. Mit der Kontolöschung wird die Buchungsseite offline genommen. Klientenakten löscht der Anbieter nur auf Weisung der Praxis oder nach Ablauf der vereinbarten Fristen; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung und im AVV. Ein vollständiger, maschinenlesbarer Export bleibt 90 Tage nach einer Kündigung kostenfrei.
Kündigung durch den Anbieter. Der Anbieter kann das Vertragsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen ordentlich kündigen. Besteht ein kostenpflichtiges Abonnement, wird die Kündigung frühestens zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam; darüber hinaus im Voraus gezahlte Entgelte erstattet der Anbieter anteilig.
Außerordentliche Kündigung. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (z. B. bei schweren Verstößen gegen diese AGB) bleibt für beide Seiten unberührt.
10. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies erforderlich ist, um sie an eine geänderte Rechtslage oder höchstrichterliche Rechtsprechung anzupassen, eine nach Vertragsschluss entstandene Regelungslücke zu schließen oder Änderungen des Dienstes abzubilden, und wenn die Änderung den Nutzer nicht entgegen den Geboten von Treu und Glauben benachteiligt.
Der Anbieter teilt die Änderung mindestens sechs Wochen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform mit. Die Mitteilung enthält die geänderten Bestimmungen, den Zeitpunkt des Wirksamwerdens sowie einen Hinweis auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens.
Die Zustimmung des Nutzers gilt als erteilt, wenn er der Änderung nicht vor dem Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform widerspricht. Widerspricht der Nutzer, endet der Vertrag mit dem Wirksamwerden der Änderung; im Voraus gezahlte Entgelte für die Zeit danach erstattet der Anbieter anteilig. Bis zum Wirksamwerden kann der Nutzer den Vertrag jederzeit kostenlos und fristlos kündigen.
Für Änderungen an kostenpflichtigen digitalen Produkten gelten zusätzlich die Voraussetzungen des § 327r BGB.
11. Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder bereit noch verpflichtet (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG).
Unabhängig davon bleibt die außergerichtliche Streitbeilegung nach Art. 21 DSA für Entscheidungen über Inhalte bestehen (Ziffer 4a).
12. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Hat der Nutzer als Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Staat, bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Vertragssprache ist Deutsch (Ziffer 1).